Ehemaliger Todesstreifen an der Grenzmauer bei Glienicke am 3. März 1990 (Bild: Koischwitz © Museum Reinickendorf)

Kultur | Freizeit

30 Jahre Mauerfall – Erinnerungen

Ausstellung über den Alltag im geteilten Berlin zeigt Perspektiven zwischen Ost und West

Von Redaktion

Bezirk/Hermsdorf – Wie lebte man im Bezirk mit der Mauer? Das Museum Reinickendorf zeigt aktuell bis zum 17. November eine Ausstellung über den Alltag im geteilten Berlin. Insbesondere persönliche und individuelle Erfahrungen von Menschen im West-Berliner Bezirk Reinickendorf und deren Wechselwirkung mit dem angrenzenden Ost-Berlin und dem Gebiet der ehemaligen DDR stehen im Fokus. 

Reinickendorf, zum damaligen französischen Sektor der Stadt Berlin gehörend, grenzte östlich an den Ost-Berliner Stadtbezirk Pankow und nördlich an den damaligen DDR-Bezirk Potsdam und wies im Vergleich der West-Berliner Bezirke eine verhältnismäßig lange Mauerstrecke auf. 

Neben dramatischen Fluchttunnelbauten in den ersten Jahren nach dem Bau der Mauer und den Besonderheiten des Alltags im „Entenschnabel“, einer schmalen Ausstülpung des Mauerverlaufs auf dem Gelände der Brandenburger Gemeinde Glienicke/Nordbahn, werden in der Ausstellung vor allem trennende und verbindende Einzelgeschichten in den Mittelpunkt gerückt. Ausgestellt werden spannende Erinnerungsstücke wie Fotografien, Dokumente, Bücher und deren Geschichten, aber auch Gegenwärtiges und Ausblicke. 

Am Sonntag, 29. September, findet um 15 Uhr passend zur Ausstellung ein Zeitzeugengespräch statt, in dem Reinickendorfer über ihre Erlebnisse in der geteilten Stadt Berlin berichten. Anmeldung unter info@reinickendorf.de  der Tel. 404 40 62. Museum Reinickendorf, Alt-Hermsdorf 35, 13467 Berlin.

21. September 2019