Panorama

Ein wespenreicher Sommer

Gesundheit - Der NABU sucht Standorte für Hornissennester

Von Melanie von Orlow

Ungewöhnliche Untermieter fanden die Mitarbeiter der Stadler Reinickendorf GmbH in ihrer Transportbox. Anstatt Bauteile für die dort gefertigten Straßenbahnen fand sich ein komplettes Bienenvolk samt Wabenbau in der Kiste. Die Bienen wurden in eine artgerechtere Behausung umquartiert, und die Mitarbeiter konnten den werkseigenen Wabenhonig gleich verkosten.

So unproblematisch geht nicht jede Begegnung aus: 2018 ist ein optimales Wes­penjahr. Der warme, trockene Jahresverlauf hat vielen Wes­penköniginnen einen guten Start ermöglicht und nun werden die Nester zunehmend aufdringlich. Während Deutsche und Gemeine Wespe über unsere Teller herfallen, schätzen die großen Hornissen Jalousienkästen und Schuppen, um dorthin aus den zu eng gewordenen Vogelnistkästen umzuziehen.

Gerade in der Stadt kann es auch für den Menschen eng werden. Wenn die Wespennester erschüttert werden, kann es schnell Stiche geben. Styroporkrümel zeigen erste Schäden an der Wärmedämmung, und dann bleibt oft nur der Schädlingsbekämpfer, der die Völker mit speziellen Präparaten abtötet. Bei Nestern in Mietwohnungen ist der Vermieter für die Beauftragung zuständig, während Eigenheim- und Gartenbesitzer selbst nach einer Fachkraft suchen müssen. Hier ist insbesondere bei der Internet-Suche Vorsicht angeraten: Manche der oft massiv werbenden Anbieter, die als „Wespen-Feuerwehr“ Sofortdienste anbieten, berechnen wie einige Schlüsseldienste stark überhöhte Preise. Daher sollte man sich zuvor schriftlich versichern lassen, welche Kosten mit der Beauftragung auf einen zukommen. Zudem sind dem Schädlingsbekämpfer bei manchen Fällen die Hände gebunden: Hummel- oder Hornissennester dürfen nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Verkehr und Klimaschutz abgetötet werden. 

Viele Fälle lassen sich anders lösen. So wurden mehr als 50 Umsiedlungen bereits in diesem Jahr durch die Fachgruppe Hymenopterenschutz des NABU vorgenommen. Nun werden dringend Standorte für weitere Nester gesucht. Eingezäunte Privatgärten mit einer ruhigen Ecke sind optimal. Wer Interesse hat, kann sich beim NABU per E-Mail an mvonorlow@nabu-berlin.de melden.fanden die Mitarbeiter der Stadler Reinickendorf GmbH in ihrer Transportbox. Anstatt Bauteile für die dort gefertigten Straßenbahnen fand sich ein komplettes Bienenvolk samt Wabenbau in der Kiste. Die Bienen wurden in eine artgerechtere Behausung umquartiert, und die Mitarbeiter konnten den werkseigenen Wabenhonig gleich verkosten.

So unproblematisch geht nicht jede Begegnung aus: 2018 ist ein optimales Wes­penjahr. Der warme, trockene Jahresverlauf hat vielen Wes­penköniginnen einen guten Start ermöglicht und nun werden die Nester zunehmend aufdringlich. Während Deutsche und Gemeine Wespe über unsere Teller herfallen, schätzen die großen Hornissen Jalousienkästen und Schuppen, um dorthin aus den zu eng gewordenen Vogelnistkästen umzuziehen.

Gerade in der Stadt kann es auch für den Menschen eng werden. Wenn die Wespennester erschüttert werden, kann es schnell Stiche geben. Styroporkrümel zeigen erste Schäden an der Wärmedämmung, und dann bleibt oft nur der Schädlingsbekämpfer, der die Völker mit speziellen Präparaten abtötet. Bei Nestern in Mietwohnungen ist der Vermieter für die Beauftragung zuständig, während Eigenheim- und Gartenbesitzer selbst nach einer Fachkraft suchen müssen. Hier ist insbesondere bei der Internet-Suche Vorsicht angeraten: Manche der oft massiv werbenden Anbieter, die als „Wespen-Feuerwehr“ Sofortdienste anbieten, berechnen wie einige Schlüsseldienste stark überhöhte Preise. Daher sollte man sich zuvor schriftlich versichern lassen, welche Kosten mit der Beauftragung auf einen zukommen. Zudem sind dem Schädlingsbekämpfer bei manchen Fällen die Hände gebunden: Hummel- oder Hornissennester dürfen nur mit einer Ausnahmegenehmigung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Verkehr und Klimaschutz abgetötet werden. 

Viele Fälle lassen sich anders lösen. So wurden mehr als 50 Umsiedlungen bereits in diesem Jahr durch die Fachgruppe Hymenopterenschutz des NABU vorgenommen. Nun werden dringend Standorte für weitere Nester gesucht. Eingezäunte Privatgärten mit einer ruhigen Ecke sind optimal. Wer Interesse hat, kann sich beim NABU per E-Mail an mvonorlow@nabu-berlin.de melden.

24. Juli 2018

Foto: Melanie von Orlow