Politik & Wirtschaft

Der neue Sport-Staatssekretär

Im Gespräch mit SPD-Politiker Aleksander Dzembritzki

Von Heidrun Berger

Aleksander Dzembritzki ist am 8. Mai zum Staatssekretär für Sport in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport berufen worden. Zuvor war er im Senat bereits als Lehrerausbilder tätig. Im Bezirk ist er durch sein politisches Engagement in der SPD bekannt: Er ist Vize-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksverordnetenversammlung, Mitglied im Sportausschuss und Vorsitzender des Ausschusses für Stadtplanung, Denkmalschutz, Umwelt und Natur. Ehrenamtlich engagiert sich der 50-Jährige als Vorsitzender im Wander Paddler Havel e. V. in Alt-Heiligensee. Über die Bezirksgrenzen hinaus bekannt wurde der Vater zweier Söhne, als er 2006 für drei Jahre das Amt des Rektors an der Rütli-Schule in Neukölln übernahm, nachdem die Lehrer einen Brandbrief an den Senat geschrieben hatten. Innensenator Andreas Geisel entschied sich für den Reinickendorfer Aleksander Dzembritzki als Nachfolger für Staatssekretär Christian Gaebler, nachdem dieser Chef der Senatskanzlei geworden war. Die RAZ sprach mit Aleksander Dzembritzki über sein neues Amt.


Wie sind Sie in Ihrem neuen Amt angekommen?

Ich bin auf ein freundliches, hilfsbereites und vor allem sehr engagiertes Team gestoßen und freue mich sehr, diese verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu dürfen. Berlin hat sportlich viel zu bieten. Da gilt es am Ball zu bleiben. Neben meiner Funktion als Sport-Staatssekretär bin ich auch Vorsitzender der Landeskommission Berlin gegen Gewalt. Deshalb spielt für mich natürlich auch das Thema Gewaltprävention eine zentrale Rolle. Sport kann da sehr unterstützend wirken.


Was war Ihre erste Amtshandlung?

Erstmal hieß es ankommen, Büro beziehen und die Kolleginnen und Kollegen kennenlernen. Kurz danach ging es zu einem Treffen mit dem Senator und Hertha zum Olympiastadion. In den letzten Monaten wurden detaillierte Planungsvarianten für einen Umbau des Olympiastadions zu einer reinen Fußballarena bzw. einem Neubau auf dem Areal des Olympiaparks erarbeitet. Jetzt befinden sich beide Varianten in der öffentlichen Diskussion.


Welches Thema liegt Ihnen in Ihrem neuen Amt besonders am Herzen?

Das herausragende Sport­ereignis in diesem Sommer werden die Leichtathletik-EM  und die Para-Leichtathletik EM in Berlin sein. Mein Bereich trägt bei diesen Veranstaltungen sehr viel Verantwortung, so dass ich mich auf einen August der Leichtathletik freue und natürlich hoffe, dass beide Veranstaltungen ein Erfolg werden und über die letzte Siegerehrung hinaus in die Hauptstadt des Sports strahlen. Aktuell drücke ich natürlich all unseren Vereinen und Sportlern die Daumen, die sich noch im Rennen um Deutsche Meisterschaften befinden.


Welchen Sport betreiben Sie in Ihrer Freizeit?

Ich besuche und unterstütze die letzten Spiele unserer Profi-Vereine. Freue mich natürlich, wenn ich selber zum Sporttreiben komme. Wenn es die Zeit erlaubt, gehe ich gern Laufen oder mit dem SUP oder Kajak aufs Wasser.


Ihr Vater Detlef Dzembritzki war  Bezirksbürgermeister. Wurden Sie oft nur als „Sohn des Bürgermeisters“ wahrgenommen?

Mein Vater war in seiner aktiven Zeit Bezirksstadtrat, Bezirksbürgermeister, Landesvorsitzender der SPD und Mitglied des Bundestages.  Noch heute treffe ich in Runden in denen ich als Staatssekretär mit Verbänden sitze, Persönlichkeiten, die mich auf meinen Vater ansprechen. Es ist ein gutes Gefühl, da die Erinnerungen immer positiv dargestellt werden. 


Treten Ihre beiden erwachsenen Söhne in Ihre Fußstapfen?

Beide gehen erfolgreich ihren eigenen Weg und das ist auch gut so. 


Vielen Dank für das Gespräch.

30. Mai 2018

Foto: Heidrun Berger