Blaulicht

SEK-Einsatz und eskalierter Streit an Gesellschaftsstraße

Polizei bekam es doppelt mit hochkochenden Emotionen zu tun

Von Redaktion

Reinickendorf – Gleich mehrfach ist die Polizei am Pfingstwochenende zur Reinickendorfer Gesellschaftsstraße ausgerückt: Zum einen wegen Handgreiflichkeiten, zum anderen wegen eines recht speziellen "Freudenfeuers"...

Allzu große Fußball-Begeisterung hat nämlich zunächst am Pfingstsamstagabend gleich einen ganzen SEK-Einsatz ausgelöst, weil an der Straße Schüsse von einem Balkon zu hören gewesen waren. Die Kräfte verschafften sich Zutritt zur entsprechenden Wohnung und trafen dort einen 15-Jährigen und dessen Eltern an – auf dem Tisch eine Signalpistole, im Schrank Munition dafür.

Sowohl der Jugendliche als auch der 49-jährige Vater gaben an, in die Luft geschossen zu haben „aus Freude über die Leistung einer Fußballmannschaft“, heißt es von der Polizei. Die Spezialkräfte beschlagnahmten Waffe und Zubehör;  Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz laufen.

Bereits am Pfingstsamstag geschwelt hatte wohl ein Streit, der dann am Sonntag komplett eskaliert sein soll: Eine 38-jährige Frau soll - ebenfalls an der Gesellschaftsstraße - versucht haben, ihre wenig ältere Nachbarin mit einem Messer zu attackieren. Als deren Ehemann dazwischen ging, bekam er wohl die Klinge ab und musste ambulant ins Krankenhaus. Alarmierte Polizisten nahmen die zwischenzeitlich geflüchtete Frau kurz darauf in ihrer Wohnung vorläufig fest; sie kam nach der erkennungsdienstlichen Behandlung in eine Klinik zur ärztlichen Vorstellung und wurde stationär aufgenommen.

Ursache für die Auseinandersetzung soll ein Streit der Kinder gewesen sein, weswegen sich die Frauen bereits tags zuvor handgreiflich angegangen haben sollen.

11. Juni 2019