Kultur & Freizeit

Fotoausstellung im Labsaal

Midissage mit Fotoshow, Chorgesang und Buffet

Von Margrith Frei Krause

Felix Sieber gehört zu den Urmitgliedern der Labsaal-Fotogruppe, die schon seit der Gründung des Vereins Natur & Kultur e.V. Labsaal-Lübars im Jahr 1979 existiert. Im wunderschön restaurierten Gasthaussaal, der an den „Alten Dorfkrug“ angebaut ist, finden pro Halbjahr drei bis fünf Ausstellungen statt. „Für die kommende Ausstellung haben wir das Thema „Bäume“ gewählt“, erzählt Felix Sieber. Zu besichtigen sind die Fotos vom 9. Juni bis zum 8. Juli in der Labsaal-Galerie. Für die sogenannte Midissage am 17. Juni um 13 Uhr hat sich der Verein etwas Besonderes ausgedacht: „Neben den gerahmten Fotos an den Wänden zeigen wir weitere Baum-Fotos der Gruppe auf der Großleinwand, der Chor Da´ Chor wird singen und ein Förster wird über naturgemäße Forstwirtschaft sprechen“, berichtet Sieber. Ein Büchertisch zum Thema und ein Buffet runden die Veranstaltung ab. „Wegen des Deutschland-Spieles bei der WM haben wir die Midissage auf 13 Uhr vorgezogen“, schmunzelt er.

Wie er zum Fotografieren gekommen sei, möchte die RAZ von Felix Sieber wissen, der im Berufsleben als bauleitender Architekt gearbeitet hat. „Ich habe schon immer fotografiert, früher unsere Kinder“, resümiert er, „später habe ich die Liebe zum Detail entdeckt“. Der Hobbyfotograf streift immer wieder durch das Gelände der ehemaligen Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik, wo er an den Buchenstämmen schon Inschriften von 1945 entdeckt hat, auch solche in kyrillischer Schrift. 

Die Fotogruppe besteht hälftig aus Männern und Frauen und hat 22 Mitglieder. „Wir sind sehr demokratisch bei der Auswahl der auszustellenden Fotos und stimmen darüber ab, welches der drei Bilder, die der einzelne nominieren darf, es tatsächlich in die Ausstellung schafft“, erklärt Sieber. Die regelmäßigen Treffen der Runde dienen dazu, sich auszutauschen über die Bilder, die die Fotografinnen und Fotografen jeder für sich zu einem Thema gemacht haben. Im Labsaal-Kontor sitzt die Gruppe fast wöchentlich um einen großen Tisch und dank Fotosticks und Beamer können sie ihre Werke an die Wand projizieren. Es wird viel diskutiert über Theorie und Praxis des Fotografierens. Hin und wieder ziehen sie auch gemeinsam los – meist in die Natur – mit ihren Kameras und machen Bilder zu einem verabredeten Thema. 

Ob die Fotos auch bearbeitet werden? Der Hobbyfotograf denkt nach und fasst es so zusammen: „Wir versuchen, so wenig wie möglich zu bearbeiten, aber natürlich ist es den einzelnen überlassen“. Die Mitglieder sind entweder „ü60“ oder „ü70“, wie er sich ausdrückt, ein Neuzugang ist mit 37 Jahren der Jüngste. 

Für Interessierte ist eine Kontaktaufnahme jederzeit möglich. Die Ausstellung in Alt-Lübars 8 ist über den Dorfkrug von Mittwoch bis Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. 

30. Mai 2018

Foto: Margrith Frei Krause