Politik & Wirtschaft

Das Ehrenamt als Stütze der Gesellschaft

Von Daniele Schütz-Diener

Was wäre der Vereinssport ohne das Ehrenamt? Auch in Reinickendorf würde das ganze System ohne das freiwillige Engagement der vielen Helfer wohl zusammenbrechen. Bereits seit 2004 ist die Würdigung von freiwilligem Engagement im Kinder- und Jugendsport ein wichtiges Anliegen der Sportjugend Berlin. So wurden am 16. November im Coubertin-Saal des Hauses des Sports wieder 51 Ehrenamtliche aus 20 Berliner Sportvereinen und -verbänden ausgezeichnet, die ihre Fähigkeiten, ihre Tatkraft und ihre Zeit unentgeltlich für die Allgemeinheit einsetzen. „Zwei Drittel der ehrenamtlich Aktiven engagieren sich für den Kinder- und Jugendsport in über 2.000 Berliner Sportvereinen“, berichtet Steffen Sambill, der Vorsitzende der Sportjugend Berlin, in seiner Eröffnungsrede. 

Es waren auch bereits drei Reinickendorfer in der ersten Kategorie „Junge Ehrenamtliche des Jahres“ nominiert. Das sind junge Leute bis zum Alter von 27 Jahren, die erste Schritte als Helfer, Betreuer oder Übungsleiter im Kinder- und Jugendsport gemacht haben. Hier gingen eine Urkunde und Preis an Marie-Luise Hahn und Tabea Machnik vom SC Tegeler Forst, die beide seit vielen Jahren neben ihrem Studium als Trainer den Kinder- und Jugendbereich in der Leichtathletik unterstützen. Die 16-jährige Konradshöherin Annica Höftmann engagiert sich über ihren Verein, die Nord-Berliner Schützen-Gemeinschaft, hinaus als Landesjugendsprecherin des Schützenverbands Berlin-Brandenburg. Durch ihre offene Art schließt sie schnell Kontakt zu anderen Jugendlichen und formt alle zu einem Team. Dank ihres Ideenreichtums wurde mit dem „Shootycorn“ ein neues Werbebild für den Verband geschaffen. 

Bei der „SportjugendGratia“ ist die aktive Tätigkeit in der Jugendarbeit in einer dem Landessportbund Berlin angeschlossenen Mitgliedsorganisation oder eine vergleichbare Tätigkeit bei der Sportjugend Berlin für mindestens 7 Jahre (Bronze), 10 Jahre (Silber) oder 15 Jahre (Gold) Voraussetzung. Bronze erhielten Ronny Mewis und Alice Nötzelmann vom SC Tegeler Forst, die beide seit über sieben Jahren ebenso Leichtathletik-Gruppen trainieren und in ihrer Entwicklung unterstützen. 

Mit Bronze ausgezeichnet wurde auch Malte Schulz van Endert vom VfB Hermsdorf, der als Jugendwart seit 2010 viele Trainingslager organisiert und die Betreuung auf Schüler- und Jugendranglistenturnieren im Badminton übernommen hat. Ebenso vom VfB Hermsdorf erhielt Sabine Scholkmann sogar Silber für ihre über zehnjährige Arbeit im Bereich Kinderturnen und Gymnastik, wo sie auch seit 2014 Jugendwartin ist.

Als Trainer in der Abteilung Ringen und als Gesamtjugendwart mit elf Abteilungen des VfL Tegel e.V. erhielt Matthias Fuentes die silberne Auszeichnung. Um die Verleihung der „Gratia in Gold“ hatte sich leider kein Reinickendorfer Verein bemüht.

Foto: Daniele Schütz-Diener

26. November 2018