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Rödertal-Bienen stachen zu

Spreefüxxe kassierten zu Hause eine happige 18:28-Niederlage

von Bernd Karkossa

Drei Spieltage ist die 2. Bundesliga der Frauen nun alt – und die erste Zwischenbilanz fällt bei den Spreefüxxen durchwachsen aus. Dem 23:19-Auftakterfolg gegen die TG Nürtingen folgten zwei happige Niederlagen. Am 15. September setzte es ein 22:31 bei der SG 09 Kirchhof, und im zweiten Heimspiel am vergangenen Sonnabend in der Sporthalle Charlottenburg verabreichten die Rödertal-Bienen den Berlinerinnen eine 18:28-Abfuhr.

Da konnte sich der Hallensprecher ins Zeug legen, wie er wollte, und immer wieder die Aufholjagd beschwören – die Mannschaft folgte ihm nicht. Einfachste Fehler wurden gemacht, viele Würfe vergeben. Mit jeder Minute wuchs der Respekt vor der starken Gäste-Torfrau Ann Rammer, die zudem mit präzisen Abwürfen auf ihre Mitspielerinnen mehrere Tore einleitete. Und Brigita Ivanauskaite, die hochgeschossene Rückraumspielerin der Sächsinnen, setzte sich immer wieder locker gegen die wackelige Berliner Abwehr durch. Schnell lagen die Spreefüxxe mit 1:4 zurück. In dem Stil ging es weiter, nach 20 Minuten stand es 3:12. Einzige Berlinerin in Normalform war Paula Förster, die fünf der ersten sechs Tore für die Berlinerinnen erzielte. Einen guten Eindruck machte die 16-jährige Torhüterin Annabell Marie Krüger, die mehrfach gut parierte. Es wurde durch eine Umstellung in der Abwehr etwas besser, auch weil sich die Fehlerquote bei den Gästen erhöhte. Zur Pause stand es vor 307 Zuschauern 8:15. Die Frauen des Bundesliga-Absteigers HC Rödertal aber ließen im zweiten Abschnitt keine Zweifel daran aufkommen, wer am Ende das Spielfeld als Sieger verlassen würde.

Für den neuen Coach Goncalo Neto da Silva Miranda die zweite Enttäuschung. Kurz vor Saisonbeginn hatte Managerin Britta Lorenz den jungen Portugiesen verpflichtet, der Christian Schücke ersetzen soll. Er besitzt die EHF Coaching Licence und war in den beiden letzten Jahren als Trainer in Schweden unterwegs. „Amtssprache“ zwischen Coach und Team ist englisch. „Das stellt aber kein Problem dar, weil es alle sprechen“, sagt Britta Lorenz.

Am Sonnabend treten die Spreefüxxe beim TSV Nord Harrislee an. „Da wollen wir unbedingt zeigen, dass wir besser spielen und gewinnen können“, sagt Miranda. Das nächste Heimspiel steigt erst am 20. Oktober gegen die HSG Gedern/Nidda.

8. Oktober 2018

Fotos: Bernd Karkossa