Panorama

Urteil lautet auf Totschlag

Elf Jahre Haft für Reinickendorfer

Von Redaktion

Reinickendorf – Der Fall einer im vergangenen Jahr an einer Autobahn in Thüringen abgelegten Leiche hatte nicht nur im Bezirk für Schlagzeilen gesorgt: Wie sich herausstellte, handelte es sich bei der Toten um eine 49-jährige Frau aus Reinickendorf, die erwürgt, dann im Koffer bis in den Saale-Holzland-Kreis transportiert und dort versteckt worden war. Jetzt hat das Landgericht den Täter verurteilt: zu elf Jahren Gefängnis. 

Allerdings folgte die Kammer dabei nicht der Staatsanwaltschaft, die auf Mord und eine lebenslange Freiheitsstrafe plädiert hatte. Im noch nicht rechtskräftigen Urteil geht es vielmehr um Totschlag, den auch die Verteidigung angeführt hatte. Die Richter begründeten, der 42-Jährige habe seine Nachbarin und Geliebte im Streit spontan attackiert, um zu verhindern, dass seine Frau von der Affäre erfährt. Danach hatte der Mann sich noch mehrfach an den Konten des Opfers bedient und insgesamt 16.000 Euro abgehoben.

7. Mai 2019