umwelt

Mit Graffiti gegen Graffiti

S-Bahnhof Heiligensee wurde mit Street-Art gestaltet

Von Redaktion

Was Tim-Christopher Zeelen gern an der S-Bahn-Brücke am Waidmannsluster Damm realisieren würde, wurde am S-Bahnhof Heiligensee gerade in die Tat umgesetzt. Auch hier sorgten hässliche Schmierereien und illegale Graffitis für Ärger und für ein verschandeltes Stadtbild. Eine Idee von Felix Schönebeck, dem Vorsitzenden des Vereins „I love Tegel“, wurde nun aufgegriffen. 

Sein Konzept: Graffiti mit Graffiti bekämpfen. „Es mag zunächst komisch klingen, aber das wohl effektivste Mittel gegen Graffiti ist Graffiti. In Form von legaler Street-Art kann man nicht nur Orte optisch aufwerten, sondern auch illegale Graffitis verhindern. Oft werden durch professionelle Künstler gestaltete Flächen nicht von Schmierern heimgesucht“, erklärt Schönebeck. 

Ursprünglich hatte Felix Schönebeck den Personentunnel am S-Bahnhof Tegel für eine solche Gestaltung vorgeschlagen. Dort einigte man sich unter Berücksichtigung der Historie des Bahnhofs stattdessen auf spezielle Anti-Graffiti-Fliesen. Auch bei der Schneckenbrücke zwischen Tegel und Borsigwalde ist eine solche Gestaltung im Zuge der Sanierung in der Planung. 

Hunderte Stromkästen in Reinickendorf wurden bereits umgestaltet, oft im Rahmen von Schulprojekten. Geht es nach Schönebeck, sollen noch weitere öffentliche Gebäude, Flächen und Bahnhöfe im Bezirk künstlerisch gestaltet werden. Sein Motto: „Ein bisschen Farbe braucht das Leben“. 

Foto: privat

26. November 2018