Kultur & Freizeit

Lokaltermin

Yes Haus mit thailändischer Küche

Von Karsten Schmidt

Seit Februar dieses Jahres gibt es ein neues gastronomisches Angebot im Bezirk für alle Liebhaber der asiatischen Küche. „Yes Haus“ nennt sich die Lokalität in Hermsdorf, in der bis zum Jahr 2016 unter dem Namen „Raja Rani“ indische Küche angeboten wurde. Nun wartet vorwiegend thailändische Küche auf den Besucher.

Auf der Speisekarte stehen Gerichte wie Gai, Ped, Muh, Nüah, Pla, Gung oder Plamük – Huhn, Ente, Rind, Fisch, Garnelen oder Tintenfisch auf Deutsch.  

„Wir bieten vor allem Speisen aus der thailändischen Küche“, erzählt Qichao Liang. Der 39-Jährige, der eigentlich aus Shenyang im Nordosten Chinas stammt, seit nunmehr 20 Jahren in der Region Berlin-Brandenburg lebt und arbeitet, ist überzeugter Anhänger der Speisen aus dem südostasiatischen Land. So finden dann auch typische Gewürze Verwendung, etwa thailändischer Basilikum, Zitronengras, Koriander, Krachaiwurzel, eingelegter Knoblauch, fein gehackte Pflaumen und für die notwendige Schärfe selbstverständlich Chili. Geschmacksverstärker, wie in vielen asiatischen Zubereitungen üblich, braucht es da nicht mehr. Übrigens: Die Schärfegrade sind gesondert mit Chilischoten-Symbolen in drei Stufen gekennzeichnet. Wer will, der kann auch eine ganz sanfte, für mitteleuropäischen Gaumen verträgliche Variante wählen. Am Tisch besteht die Möglichkeit, die Würze individuell zu justieren. Fischsoße mit Chili und Sambal Oelek dürfen nicht fehlen.

Als eine besondere Spezialität des Hauses gelten die Topfgerichte. Dabei werden die Fleischsorten nach Wahl oder Garnelen mit rotem Curry, Kokosmilch, Gemüse und Kräutern serviert. Allein der gusseiserne Kessel ist ein Hingucker, zudem ist die Farbenvielfalt der Zutaten ein optisches Erlebnis. Beliebt sind außerdem Speisen für den kleinen Hunger, beispielsweise Salate, Suppen, Frühlings- und Sommerrollen, Wan Tan oder die Hühnerfleischspieße in Erdnusssoße. Es gibt Kundschaft, die bestellt sich gern statt einer Hauptspeise eine Auswahl mehrerer Vorspeisen. Dies ermöglicht vielfältige Genüsse.

Rund 50 Plätze stehen im Innenbereich zur Verfügung. Die großzügige Sommerterrasse ermöglicht 30 Gästen das Speisen unter freiem Himmel. Die ersten Wochen sind für Qichao Lang und seine Ehefrau, die im helfend zur Seite steht, zufriedenstellend verlaufen. Publikum kommt vor allem aus Hermsdorf, Frohnau oder dem nicht weit entfernten Glienicke. Allerdings, gesteht Liang im Gespräch, besteht noch Luft nach oben. „Aller Anfang ist schwer“, muss der Junggastronom feststellen. Er will die gewählte Selbständigkeit dennoch nicht mehr missen, hofft auf reichlich Kundschaft aus Reinickendorf, Berlin und aus dem Umland.

24. Juli 2018

Foto: Karsten Schmidt