Politik & Wirtschaft

Krach nach Mitternacht über Reinickendorf

Die SPD-Abgeordnete Bettina König bemängelt die Nicht-Einhaltung des Nachtflugverbots

Von Redaktion

Nach Beschwerden über aktuell besonders laute und deutlich zunehmende Flüge auch nach 23 Uhr hat sich die SPD-Abgeordnete Bettina König über eine schriftliche Anfrage bei der Senatsverwaltung wegen der Genehmigungen für Nachtflüge (Starts und Landungen) am Flughafen Tegel informiert. Das Ergebnis ist ernüchternd: 1.217 Starts und Landungen wurden bis Oktober dieses Jahres bereits gezählt.

Die Antwort auf die schriftliche Anfrage bestätige den Eindruck der Anwohnerinnen und Anwohner, dass es trotz Nachtflugverbots im großen Stil zu Flugbewegungen kommt, sagt Bettina König. „Das ist eine Zumutung für die Menschen hier in Reinickendorf-Ost, die durch die geografische Lage und mangelnden Schallschutz ohnehin besonders vom Lärm und Dreck der Flüge betroffen sind.“

Die erhöhten Zuschläge für Starts und Landungen bereits ab 22 Uhr seien offensichtlich nicht ausreichend. König: „Die Berliner Flughafengesellschaft mbH muss durchsetzen, dass Starts und Landungen in dieser Zeit die absolute Ausnahme sind. Wenn die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen, dann muss eine entsprechende Verschärfung der aktuellen Regelungen durchgesetzt werden – beispielsweise eine deutliche Anhebung der Zuschläge für Flugbewegungen innerhalb dieses Zeitraums.“

Besonders enttäuschend findet König, „dass die Deutsche Post ,aus logistischen Gründen‘ an Nachtflügen nach Tegel festhält und damit reguläre Nachtflüge fest einplant.“ Die Abgeordnete will nun über eine weitere schriftliche Anfrage zusätzliche Informationen zu den Ursachen und dem Umgang mit den nächtlichen Flügen anfordern. 

Foto: Bernd Karkossa

26. November 2018