Frohnau

Kleiner, feiner Wochenmarkt

Jedoch: „Die Laufkundschaft wird hier immer weniger.“

Von Anja Jönsson

Neben den Gleisen – und unweit des S-Bahnhofes Frohnau – liegt etwas versteckt der kleine Frohnauer Wochenmarkt. Der Zugang ist über den großen Parkplatz parallel zur Burgfrauenstraße und von der kleinen Treppe neben der Frohnauer Brücke möglich. Dreimal in der Woche findet der Markt statt, geöffnet ist er an diesen Tagen von 8 ist 13 Uhr. 

Der Blumenstand gleich am Eingang nah an der Burgfrauenstraße ist sogar bis auf Mittwoch und Sonntag täglich geöffnet. Zu finden sind weiterhin Stände mit Fisch, Wild, Geflügel, Käse und mediterranen Spezialitäten. Der kleine, feine Markt hat einiges zu bieten. „Ich bin schon seit über 30 Jahren hier auf dem Markt“, berichtet Renate Sperling von „Kunzes Fischmärkte“, „die Laufkundschaft wird hier immer weniger, wir haben aber glücklicherweise unsere Stammkundschaft.“ Gleiches hat auch Ralf Hengstmann vom Blumenstand „Thomas & Ralf – Blumen und Pflanzen für Berlin“ zu vermelden. Ralf Hengstmann ist seit 1996 Pächter des Marktgeländes. „Mit dem Systemhandel können wir hier auf dem Markt nicht mithalten, die umliegenden Supermärkte haben ganz andere Öffnungszeiten, welche die Kunden, die arbeiten, natürlich auch nutzen. Und für unseren Stand ganz bedeutsam: Die Supermärkte haben mittlerweile ihr Angebot an Pflanzen massiv hochgefahren, mit den Preisen des Systemhandels können wir nicht mithalten“, bedauert Hengstmann. Die veränderten Einkaufsgewohnheiten der Kunden (Nutzen langer Öffnungszeiten, möglichst sehr preiswert einkaufen) tragen dazu bei, dass kleine Märkte wie der in Frohnau, in Bedrängnis geraten. Die Kunden bleiben aus, die Annahme bei den Kunden ist längst nicht mehr so, wie sie vor Jahren noch war. 

„Leider ist die Parkplatzsituation rund um die Plätze für uns auch nicht gerade ideal“, führt Hengstmann weiter aus, „die Parkplätze sind für Stunden besetzt, und wer vielleicht bei uns auf den Markt schauen möchte, fährt dann, wenn er keinen Parkplatz findet, doch weiter.“ 

8. Mai 2018

Foto: Anja Jönsson