Politik & Wirtschaft

S-Bahnhof Alt-Reinickendorf: Ganz schön finster hier

Die SPD will den „Angstraum“ beseitigen und fordert deshalb eine bessere Beleuchtung des Areals

Redaktion

Reinickendorf – Auf Drängen einiger Anwohner hat die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung einen Antrag eingebracht, der die Installation von Laternen zur besseren Ausleuchtung des Trampelpfads zwischen dem S-Bahnhof Alt-Reinickendorf und der Luisensiedlung vorsieht. Der Bahnhofspark wird begrenzt durch die Roedernallee und den Freiheitsweg. In dem Areal sei es nach Sonnenuntergang stockfinster, weshalb der Bereich von vielen Fußgängern seit Längerem als „Angstraum“ wahrgenommen werde. 

Die Sozialdemokraten zeigten sich in einer Pressemitteilung verwundert über die Ablehnung, auf die der Antrag bei CDU und AfD gestoßen ist. Schließlich versuchten diese Parteien bei jeder sich bietenden Möglichkeit, sich als „Hüter der Sicherheit im öffentlichen Raum“ zu profilieren, wenn etwa die Christdemokraten überall mehr Videoüberwachung forderten.


Grünanlagen werden nicht beleuchtet

Dabei sei eine Beleuchtung des Wegstücks vor dem S-Bahnhof nach Einschätzung von Ulf Wilhelm (SPD) schon allein deshalb dringend anzuraten, um der „Verkehrssicherungspflicht des Bezirks“ nachzukommen.

Björn Wohlert, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion Reinickendorf, entgegnete darauf, dass Grünanlagen grundsätzlich nicht beleuchtet werden. Wittenaus Bezirksverordneter fügte allerdings hinzu, dass seine Parteikollegin und Baustadträtin Katrin Schultze-Berndt den zuständigen Fachbereich um eine Kontaktaufnahme mit dem Senat gebeten habe.

Denn auch bei der CDU hoffe man auf eine Ausnahmeregelung, um im Bahnhofspark für Lichtquellen und somit auch für ein größeres Sicherheitsgefühl bei den Menschen sorgen zu können, die nach Einbruch der Dunkelheit diesen laut Wohlert „wichtigen Verkehrsweg“ durchqueren müssen. Das Bezirksamt warte aber noch auf eine Rückmeldung in dieser Angelegenheit.


9. März 2019

Bild: Maximilian Voigt