Bild: Anja Jönsson


Politik | Wirtschaft

Wieder keine Saison im Strandbad Tegel

Vergabeverfahren für einen privaten Betreiber wurde bisher noch nicht gestartet

Von Redaktion

Berlin/Tegel – Das Strandbad Tegel bleibt dicht. Seit der Beendigung des Interessenbekundungsverfahrens zur Vermarktung des Strandbads am 30. November 2018 liegen dem Senat und den Berliner Bäder-Betrieben drei tragfähige Konzepte von potenziellen privaten Betreibern vor. Diese drei Interessenten haben ihre Pläne vorgestellt. Sie beinhalten neben dem saisonalen Badebetrieb auch Gastronomie, Veranstaltungen und Nachhaltigkeitskonzepte. In der Folge kann im nächsten Schritt ein Vergabeverfahren gestartet werden.

Die genaue Art des Verfahrens steht jedoch immer noch nicht fest. Dies geht aus einer Antwort auf die schriftliche Anfrage des Reinickendorfer Abgeordneten Tim-Christopher Zeelen (CDU) an den Senat hervor.  „Es ist für mich unbegreiflich, dass Senat und Bäder-Betriebe ein halbes Jahr nach Ende Interessenbekundungsverfahrens noch immer nicht den nächsten Verfahrensschritt eingeleitet haben – zumal das Verfahren auch schon mit großer Verzögerung begann. Es gibt für das Strandbad Tegel private Interessenten, es gibt gute Konzepte und dennoch geht es nicht voran. Ich kann nicht erkennen, dass man ernsthaft versucht, das Strandbad Tegel schnellstmöglich wieder für die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer zu öffnen. Stattdessen herrscht Stillstand“, ärgert sich Zeelen. Er setzt sich seit vielen Jahren für die Offenhaltung beziehungsweise Wiedereröffnung des Tegeler Strandbads ein. 

Nach Angaben des Senats ist auch die finanzielle Unterstützung eines möglichen privaten Betreibers aus öffentlicher Hand nicht geplant. Die Verbesserung der Verkehrsanbindung mittels Bus-Linie zum Strandbad Tegel und der Ausweitung Parkplätze ist ebenfalls kein Thema. Stattdessen wird vom Senat darauf verwiesen, dass längere Fußwege zumutbar seien.

6. Juni 2019