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Politik | Wirtschaft

Die Europaschule bekommt neue Klassenräume

Rundgang über die Baustelle der Märkischen Grundschule am „Tag der Städtebauförderung“

Von Bertram Schwarz

Märkisches Viertel – Gleich in der Eingangshalle der Märkischen Grundschule hängt eine kunterbunte Weltkarte, aus der hervorgeht, dass hier Schüler aus 45 Nationen unterrichtet werden. Das Besondere an dieser Schule im Märkischen Viertel ist, dass hier von der ersten Klasse an in den Sprachen Deutsch und Französisch unterrichtet wird. Sie trägt den Titel einer „Europa-Schule“ und nimmt Schüler aus allen Bezirken Berlins auf.

Für den Rundgang zur Information über den Fortgang der Erweiterungsmaßnahmen sind auch zwei Familien mit ihren Kindern gekommen. Eine Mutter kommt aus dem Wedding und freut sich, dass ihre Tochter bereits auf diese Schule geht, ihr kleiner Sohn soll sie später ebenfalls besuchen.

Der Architekt Walter Nauerschnig erklärt, dass insgesamt knapp fünf Millionen Euro für die Umbauten zur Verfügung stehen, die Anfang nächsten Jahres abgeschlossen sein sollen. Bisher ist die Schule mit ihren circa 500 Schülern dreizügig. Künftig werden vier  Klassen pro Jahrgangsstufe unterrichtet. Dafür entstehen insgesamt zwölf neue Klassenräume, damit die provisorischen Unterrichtscontainer vom Schulgelände verschwinden. Dazu kommt eine neue Mensa mit einer Öffnung in den Innenhof, Fahrstühle und eine farbliche Neugestaltung der Fassade.Die Gebäude sollen künftig in den Farben der französischen Flagge erstrahlen: blau, weiß, rot. 

Im zweiten Bauabschnitt wird die 1968 eröffnete Schule noch zwei weitere Sporthallen bekommen. Der interessiert nachfragende Vater schlägt auf dem Rundgang vor, auch an Rampen für die hinderlichen Treppen im Eingangsbereich zu denken.Renate Villnow ist im Bezirksamt für die Stadtplanung zuständig. Für sie ist es am „Tag der Städtebauförderung“ bereits der dritte Termin. Nachdem sie die Fortschritte auf dem Franz-Neumann-Platz vorgestellt hat, war sie am Letteplatz und nun stapft sie hier frohgemut durch die Märkischen Grundschule: „Es immer schön Baustellen anzuschauen um festzustellen, was wir alles mit den Fördergeldern der EU, vom Bund und der Stadt Berlin realisieren.“ Verschmitzt fügt sie hinzu: „Wir nehmen das Geld, egal woher es kommt.“ Allerdings habe auch der Bezirk etwas dazu gegeben.

Dieses Projekt wird begleitet vom Quartiersmanagement und der „S.T.E.R.N Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung“. Ute Truttmann von S.T.E.R.N kümmert sich bei dem Rundgang besonders aufmerksam um die Kinder, die vergnügt vorauseilen, zurückkommen und viele Fragen stellen: „Die Kinder sind sehr interessiert am Umbau ihrer Schule.“ Auch betont sie die friedliche Atmosphäre hier im internationalen Umfeld. Sie ist sich sicher, dass die mitgekommenen Kinder am Montag erzählen, wie schön alles nach dem Umbau werde.

7. Juni 2019