Sport & Vereine

Annette Müller holt Silber

Läuferin der LG Nord belegte Rang zwei beim Mauerweglauf

von Bernd Karkossa

 Toller Erfolg für Annette Müller von der LG Nord. Die Ultraläuferin kam beim Mauerweglauf am 11./12. August über 100 Meilen (exakt sind es aber 161,9 Kilometer, also einen Kilometer mehr als 100 Meilen) in 16:37:36 Stunden ins Ziel und belegte vier Wochen nach der Deutschen Vizemeisterschaft im Ultratrail erneut Rang zwei in der Frauenkonkurrenz und den zehnten Platz in der Gesamtwertung. Souveräne Siegerin wurde die Polin Monika Bigasiewicz mit 15:29:48 Stunden, auf den Bronzerang kam Kirsten Althoff von der LG Mauerweg Berlin (17:49:57 Std.). Bigasiewicz verbesserte den 2015 von der Nordlerin Patricia Rolle aufgestellten Streckenrekord um eine knappe halbe Stunde.

Bei den Männern gewann der Japaner Yoshihiko Ishikawa in 13:17:41 Stunden. Der amtierende 24-Stunden-Weltmeister lag lange auf Rekordkurs, konnte den 2014 von Mark Perkins aufgestellten Streckenrekord (13:06:52h) letztlich aber nicht verbessern. Zweiter wurde der Berliner Uwe Laenger in 14:30 Std. vor Stefan Wilsdorf in 14:55 Std. Insgesamt waren 450 Teilnehmer am Start, der morgens um 6 Uhr im Jahn-Sportpark erfolgte. 324 kamen schließlich im Zeitlimit an und in die Wertung. Kurios: Der französische Weltklasseläufer Stephane Ruel, der vermeintlich Zweiter war, wurde nachträglich disqualifiziert, weil er eine Ampel bei Rot überquert haben soll.

Als Zweiter der LG Nord ordnete sich Thorsten Richter in 19:37:07 Std. auf Platz 43 der Gesamtwertung ein, Dritte im Vereinsranking des Ultrateams wurde Heike Bergmann (21:48:36). Sie nutzte den Lauf auch als Vorbereitung auf den Spartathlon im September in Griechenland, den sie dann zum fünften Mal in Angriff nimmt.

Staffeln waren auch am Start. Martin Ahlburg lief in der 4er Staffel der FH Runners mit, die den Sieg davontrug. Die Staffel des Leistungszentrums Lichtenrade mit dem Nordler Jörg Stutzke wurde Dritter, die des VfL Tegel I landete auf Rang acht. Das Schönste war: Petrus hatte ein Einsehen und ließ selbst über die Mittagszeit die Temperaturen nicht höher als 25 Grad steigen. Das wussten auch die 400 Helfer, die teilweise über 17 Stunden an Verpflegungsposten ihren unermüdlichen Dienst taten, zu schätzen. 

4. September 2018

Foto: Bernd Karkossa