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Der Meistersekt steht kalt

Handball: Füchse Berlin II vor der Rückkehr in die 3. Liga

Von Bernd Karkossa

Bezirk – Wer Lust auf eine kleine Meisterfeier hat, der sollte vielleicht am kommenden Sonnabend der Lilli-Henoch-Halle in Hohenschönhausen einen Besuch abstatten. Die 2. Mannschaft der Füchse Berlin empfängt um 18 Uhr den Doberaner SV und kann den Titel in der Oberliga Ostsee-Spree klar machen. Bei einem Sieg würde der Vorsprung des Tabellenführers auf neun Punkte anwachsen, bei dann noch vier ausstehenden Partien wäre dieser für die Konkurrenz nicht mehr aufzuholen. „Die Rückkehr der 2. Mannschaft in die 3. Liga war der Wunsch im Verein, es sieht gut aus, dass wir das schaffen“, sagt Christian Caillat.

Der 44-Jährige, zu dieser Saison als neuer Trainer verpflichtet, hat ganze Arbeit geleistet. Der 2,02 Meter große Franzose hatte von 2007 bis 2009 für die Füchse in der Bundesliga gespielt, nun kehrte er als Coach an seine einstige Wirkungsstätte zurück. Unter seiner Regie leistete sich die blutjunge Mannschaft mit Spielern im Alter von 18 bis 21 Jahren nur zwei Unentschieden, die anderen Spiele wurden gewonnen. Am vergangenen Sonnabend beim VfV Spandau sprang Sieg Nummer 19 heraus.

Aber es war ein hartes Stück Arbeit, bis der 29:21 (12:11)-Erfolg unter Dach und Fach war. Der Tabellen-Elfte verkaufte sich vor guter Kulisse in der eigenen Halle am Falkenseer Damm gut, in der ersten Halbzeit war man auf Augenhöhe mit dem Favoriten. „Da haben wir uns schwer getan“, sagte auch Caillat. Aber nach dem Seitenwechsel nahm die Überlegenheit der Füchse zu. Die Spandauer glichen letztmals zum 12:12 aus, dann aber übernahmen die Füchse das Kommando, gingen in Führung und vergrößerten diese gegen nun auch konditionell nachlassende Gastgeber auf schließlich acht Tore. Bester Werfer war Kreisläufer Tim Bielzer mit sieben Treffern, je fünf Mal erfolgreich waren Yannick Pust und Rechtsaußen Cyrill Akakpo.

28. März 2018

Foto: Bernd Karkossa