Blaulicht

Seuchenverdacht als Szenerie

Notfallübung am Flughafen TXL

Von Redaktion

Tegel – Da war was los am Wochenende… mitten in der Nacht! Am Flughafen Tegel gab es einen Großeinsatz wegen Seuchenverdachts. Allerdings war das Ganze nicht echt, sondern lediglich so echt wie möglich, denn es handelte sich um eine Übung. Berliner Feuerwehr, Polizei Berlin und Bundespolizei, Bundeswehr, Senatsbehörden und Bezirksamt Reinickendorf, Charité und die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH probten den Einsatz von Hilfs- und Rettungskräften. Dabei musste ein vorgeblich infizierter Patient unter Polizeischutz in einem speziellen Rettungswagen zur Behandlung vom Flughafen in die Charité transportiert werden. Der Passagier hatte nach der Ankunft in Tegel plötzlich Symptome einer hoch ansteckenden Krankheit gezeigt, so die Vorgabe.

Insgesamt nahmen in der Zeit von 22 bis 24 Uhr 110 Einsatzkräfte an den Maßnahmen teil. Der Flugbetrieb in Tegel war nicht beeinträchtigt. Dass solche Proben regelmäßig stattfinden, schreibt die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) für alle Verkehrsflughäfen vor. Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, bilanzierte: „Die Übung hat gezeigt, dass auch die Berliner Flughäfen gut auf den unwahrscheinlichen Fall eines Seuchenalarms vorbereitet sind. Die Zusammenarbeit mit den relevanten Stellen wie der Berliner Feuerwehr, der Landes- und Bundespolizei hat funktioniert. Unsere Notfallprozesse laufen stabil und greifen gut ineinander. Das ist auch für den BER unser Anspruch.“ 

Joachim Seybold, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Charité, ergänzte: „Die Übung zeigte erneut, dass hochansteckende Patienten optimal versorgt werden können und gleichzeitig die Bevölkerung vor möglichen Gefahren geschützt ist.“

2. September 2019