Kultur & Freizeit

Flat White mit Helene-Bohnen

Budde Café bringt Kaffeekultur und Hipster-Flair nach Tegel

Von Anke Templiner

Am 1. Juni haben Rainer Fox und seine Frau Svenja das Budde Café in gleichnamiger Straße eröffnet und waren selbst etwas überrascht von der guten Resonanz ihres kleinen, mit Liebe und Aufwand eingerichteten Cafés. Blickpunkt ist die mit dem Budde-Café-Logo gebrandete Spirit-Kaffeemaschine, die wie aus einem Raumschiff wirkt.  Apropos Logo, auf diesem ist die Ehefrau des Militärgenerals Budde, Johanna Helene Auguste Marie, zu sehen, die sich in historischen Quellen als ansehnlicher als ihr Mann erwies. Jetzt ziert sie jede Tasse und jeden Becher im Budde Café. 

Auch beim Kaffee selbst wird was für die Optik geboten. Rainer und Svenja Fox zaubern feine Blumenmuster in den Schaum von Cappuccino, Latte macchiato und Flat White – bei letzterem ist der Milchschaum flüssiger als beim Cappuccino und besitzt eine dünnere Schaumschicht. Rainer Fox erzählt, dass er fast sechs Monate gebraucht hat, bis er den perfekten Milchschaum hinbekommen hat. Auch wenn ihm Experten zur Seite standen, muss man immer selbst Fingerfertigkeit und das richtige Timing entwickeln, um zufrieden zu sein. Für den Geschmack sorgt die eigene Bohnenmischung: die Helene-Bohnen. Den Genuss vollenden verschiedene vegane Kuchen, die täglich angeboten werden. 

Da Fox in seinem zweiten Leben Saxophonist beim Max-Raabe-Palastorchester ist  und ab September wieder als  Musiker arbeitet, wird ein Barista aus Japan seine Frau unterstützen. Solange genießt er die Gäste des Cafés, von denen einige schon Stammkunden sind.

24. Juli 2018