Recht

Tierschutz für Reptilien

Kontrollen auf Terraristikbörse in Tegel gefordert

von Redaktion

Kontrollen auf den Terraristikbörsen in Tegel: Das fordert der im Reinickendorfer Ordnungsausschuss tätige CDU-Bezirksverordnete Björn Wohlert. Er kritisiert das bezirkliche Veterinäramt, das bislang noch nie eine Kontrolle auf dieser Tierbörse durchgeführt hat. Tierschützer würden seit Jahren über Missstände auf Reptilienbörsen hinweisen. Oft würden die Tiere in viel zu kleinen Plastikboxen ausgestellt und an Besucher ohne Fachwissen verkauft. Das zeigte sich auch auf der Veranstaltung am 13. August. Bei zwei Händlern fehlten die Rückzugsmöglichkeiten für die Tiere, bei anderen wurden Wildfänge angeboten, sowie Ratschläge für die illegale Einfuhr von Tieren aus dem Ausland erteilt. Der Tierschützer Stefan Klippstein und die Tierschutzoranisation PETA fordern wegen dieser schweren Verstöße gegen die „Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten“ ein Verbot der Terraristikbörse. 

Diese findet seit 2015 fünf- bis sechsmal jährlich in Tegel statt. Die nächste am Sonntag, 14. Oktober, 10 bis 15 Uhr, in den Seeterrassen. Auf eine Anfrage Björn Wohlerts an die Bezirksverordnetenversammlung antwortete der zuständige Bezirksstadtrat Sebastian Maack, dass aus personellen Gründen noch keine Kontrollen durchgeführt werden konnten, doch demnächst gemeinsam mit einem Reptilienspezialisten Kontrollen geplant sind. 

4. September 2018

Foto: privat