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Theiler Crazy Horse? No way!

Namensfindung für Kinder im Bezirk – Emilia und Amir vorn

Von Redaktion

Bezirk – Wie nennen Eltern in Reinickendorf ihren Nachwuchs? Zum Weltelterntag am 1. Juni ist die RAZ Redaktion dieser Frage nachgegangen. Ergebnis: Beim Standesamt im Bezirk lag 2018 für Mädchen erneut der Name „Emilia“ auf dem Spitzenplatz, gefolgt von Mia und Mila. Bei den Jungen belegte Amir die Eins, Elias errang „Silber“, Liam „Bronze“. Bundesweit übrigens sind Marie und Paul im letzten Jahr am verbreitetsten gewesen, das teilte die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) kürzlich mit.

Auch interessant: Reinickendorfer Mütter und Väter halten sich bei der Namenswahl ganz offenkundig innerhalb bestimmter kreativer Grenzen: Seit Anfang 2017 habe sich das Standesamt keiner Idee verweigern müssen, wie Bezirksstadtrat Sebastian Maack mitteilte. Folglich kam auch niemand auf den Gedanken, den Nachwuchs womöglich als Theiler, Störenfried, Borussia, Whisky oder Crazy Horse zu betiteln, denn das sind in Deutschland bereits abgelehnte Namen. Sogar per Gerichtsurteil unzulässig sind etwa Tom Tom, Rosenherz oder Mechipchamueh, in Ordnung aber Adermann, Godot, Prestige, Speedy oder Jazz.

Bei allzu ungewöhnlichen Vorstellungen empfiehlt sich im Übrigen, die Chancen im Vorfeld zu klären. Zwar entscheidet eigentlich das örtliche Standesamt – und zwar unter anderem auch mit Blick auf das Kindeswohl – jedoch hilft die GfdS mit persönlicher Beratung und Gutachten weiter. 

Ob im Fuchsbezirk wohl jemand sein Kind auf „Reineke“ tauft? Es ist die friesische Kurzform von Namen, die mit der Silbe Rein- beginnen. Mädchen wie Jungen dürfen den Namen tragen.Wahrscheinlich ist es aber wohl nicht, denn: Auf dem vornamen.blog im Internet heißt es, Reineke sei „in der Rangfolge der häufigsten Mädchennamen weit unten auf Platz 28.232 zu finden“.

9. Juni 2019