Bild: Gisela Winkler


Titelthema

Ohne Bienen gibt es keine Zukunft

Die AG Biodiversität engagiert sich für ein bienenfreundliches Reinickendorf

Von Redaktion

Gleichgültig ob Honigbiene, Wildbiene oder Stadtbiene. Die Insekten sind für unseren Lebensraum unentbehrlich. Die Landschaft muss daher vielfältiger und insektenfreundlicher werden. Im Bezirk ist man in dieser Hinsicht sehr emsig: 2017 hat Friedrich Vopel die Arbeitsgemeinschaft Biodiversität aus Mitgliedern des NABU und des Imkervereins Reinickendorf-Mitte e.V. gegründet (die RAZ berichtete). 

Die Gruppe will aktiv gegen den Insektenschwund vorgehen und Bürger und Politiker zu „Mittätern“ machen. Mehrfach hat die AG die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) angesprochen. Und jetzt sollen aus Sondermitteln der BVV Reinickendorf 6.000 Frühjahrsblüher gekauft und auf öffentlichen Flächen in Reinickendorf gepflanzt werden. Außerdem hat das Grünflächenamt eine Rasenfläche am Medical Park in Tegel zur Blumenwiese umgewidmet. Das bedeutet: Der Boden muss vorbereitet und mit einheimischen Wiesenblumen und Wildkräutern besät werden. 

Da nur ein bis zweimal im Jahr gemäht wird, wächst dort allmählich ein Paradies für Käfer, Schmetterlinge, Honig- und Wildbienen heran. 

Allerdings werden erst 12.350 Quadratmeter von den 500 Hektar Grünflächen im Bezirk auf diese Weise ökologisch bewirtschaftet. Aber auch nicht-öffentliche Institutionen hat die Gruppe zu ökologischen Pflanzungen angeregt: Die Hermsdorfer evangelische Gemeinde hat vor der Apostel-Paulus-Kirche eine Blumenwiese anlegen lassen und Schüler des Georg-Herwegh-Gymnasiums haben einige Außenflächen der Schule insektenfreundlich bepflanzt. Gerade erst hat die Firma BioCompany ihre Grünflächen am S-Bahnhof Hermsdorf umweltfreundlich umgestaltet. 

Daniela Lorenz von der Gruppe hatte die Geschäftsleitung angesprochen und offene Ohren gefunden. Die Flächen waren bereits eingegrenzt, als die Akteure jetzt im Mai Spaten, Schippe und Harke zur Hand nahmen, den Boden vorbereiteten und insektenfreundliche Pflanzen einsetzten. 

Außerdem richteten sie zwischen den beiden Flächen ein großes Insektenhotel auf. Aktiv dabei waren Daniela Lorenz, Friedrich Vopel, Norbert Mallow und Hans-Peter Hartwig von der AG Biodiversität und Mitarbeiter der BioCompany (Foto). Die Verantwortlichen der BioCompany wollen ähnliche Projekte auch an anderen Filialen realisieren und unterstützen damit das Anliegen der Arbeitsgemeinschaft, Jeder kann mitmachen. 

Wer helfen möchte, schreibt bitte an kontakt.agbio@gmail.com

4. Juni 2019