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Bezirkspakete voll mit Sonne

Zum „Tag des Lichts“ am 16. Mai: Wie hell wird die Zukunft in Reinickendorf?

Von Inka Thaysen

Bezirk – Man möchte sagen: Die Monatsmitte wirft ihre Schatten voraus… Aber eigentlich ist diese Formulierung in diesem Fall weniger angebracht, denn tatsächlich geht es dann – wie passend zum „Welttag des Lichts“ am 16. Mai – um das Gegenteil: In Reinickendorf soll es nämlich bald schon vorangehen in Sachen Solarenergie-Nutzung. Das erfuhr die RAZ von den Berliner Stadtwerken.

Die haben so genannte „Bezirkspakete Photovoltaik“ geschnürt, um die Verwaltungen vor Ort bei der energetischen Sanierung ihrer Immobilien zu unterstützen. Konkret geht es um jeweils mehrere Solarstromanlagen auf verschiedenen Dächern, zum Beispiel also auf Schulgebäuden.

Allerdings geht es mit der Umsetzung dieser Projekte quer durch Berlin bisher eher schleppend voran, so Stadtwerke-Sprecher Stephan Natz. „Die Pakete sind zwar in etlichen Bezirken ausgehandelt, drehen dort intern aber eine Prüf- und Revisionsrunde nach der anderen.“ Anders in Reinickendorf: Hier hatten personelle Umstände eine Vereinbarung bisher komplett verhindert. Doch nun sei ein alsbaldiger Termin mit dem Energiebeauftragten vereinbart, so Natz weiter. Und ebenfalls Mitte des Monats solle das Thema im Rat der Bürgermeister insgesamt noch mal aufs Tapet kommen. 

Bisher übrigens nutzen in unserem Bezirk drei Schulen Photovoltaik: das Friedrich-Engels-Gymnasium, die Paul-Löbe-Schule in Reinickendorf und die Carl-Benz-Oberschule in Hermsdorf. Von Solarthermie profitiert die Max-Beckmann-Oberschule in Reinickendorf. Diese Aufstellung geht aktuell aus der im März erfolgten Antwort der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Dr. Stefan Taschner hervor. Er wollte auch wissen, ob die Bezirke Konflikte bei der Nutzung der Dachflächen von bestehenden oder zu errichtenden Schulgebäuden sehen. 

Hierzu hieß es aus dem Fuchsbezirk: Es müssten diverse Punkte berücksichtigt werden, etwa Statik, Dachausrichtung, Blitz- und Brandschutz sowie Verschattung durch Bäume oder andere Bauten – und weiter: „Im Einzelfall können die zusätzlichen Kosten für daraus resultierende bauliche Maßnahmen einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen verhindern.“ Man darf also umso gespannter sein, wie hell die Zukunft hier wirklich wird.

12. Mai 2019